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Andreas Möbius ist Berater für Restaurant Service Schulung.

HILFREICHE KNIGGE TIPPS FÜR CHINA

 Manager, Gastronomen, Hotelies und Mitarbeiter die mit chinesischen Kunden und Gästen in Kontakt kommen, sollten sich mit den Gewohnheiten und Benimmregeln dieser sehr speziellen Klientel auseinandersetzen

und sich gezielt in Seminaren, Trainings und Coachings vorbereiten.

Als Einstieg hier eine Checkliste für einen professionellen und konfliktfreien Umgang mit den Kunden und Gästen aus dem Reich der Mitte.
Begrüßung
• Bei der Begrüßung sollte der Händedruck nicht zu fest sondern eher weich sein
• Bei der Begrüßung sind der Rang und das Alter der Gesprächspartner entscheidend
• Frauen werden normalerweise nicht zuerst begrüßt
• Manchmal wird ein Gast mit Applaus begrüßt, wenn dies passiert sollte man zum Dank zurück applaudieren
• Von der Hüfte aus relativ weit nach vorne beugen, gleichzeitig Visitenkarte mit beiden Händen, Druck nach oben, dem Fremden reichen
• Typische chinesische Visitenkarten nennen erst den Nachnamen, dann den Vornamen, Nachnamen bestehen meist aus einer Silbe, Vornamen aus zwei
• Einige Worte wie „bitte“, „danke“, „guten Tag“ lernen
• Blick senken
• Keine Chinesin oder Chinesen am Anfang in den Arm nehmen
• Keinen Wangenkuss zur Begrüßung oder auf den Kopf fassen
• Kein einfaches Kopfnicken als Begrüßung
• Nicht auf der Toilette grüssen
• Kein direkter Augenkontakt
 
Tischsitten
• Das Essen wird in der Mitte des Tisches auf einer Drehplatte serviert
• Es gilt als höflich, wenn man beim Essen jeden Gang zumindest probiert, also möglichst keine Speisen ablehnen
• Bitte nicht im Restaurant angewidert das Gesicht verziehen
• Als Besteck werden Stäbchen benutzt
• Nach Beendigung des Essens werden die Stäbchen auf den Tisch oder auf einen sauberen Teller gelegt
• Nicht essbare Reste werden auf den Tisch oder in eine flache Schüssel gesteckt, niemals in die Reisschüssel ablegen
• Essstäbchen niemals senkrecht in eine Schüssel mit Reis spießen, dieses Ritual dient der Totenehrung
• Chinesen essen am liebsten gemeinsam und dies tun sie laut, schmatzend, rülpsend und bisweilen auch spuckend
• Es darf nicht nur zwischen den Gängen sondern auch während des Essens geraucht werden
• Reden mit vollem Mund ist erlaubt
• Die Essschüsseln dürfen beim Essen bis zum Mund angehoben werden, man darf also das Essen schaufeln und die Suppe trinken
• Das eigene Glas beim Anstoßen etwas niedriger halten als das Glas des Gegenübers - Respektbekundung
• Auch wenn die Gläser noch zur Hälfte oder dreiviertel gefüllt sind, wird nachgeschenkt
• Es wird viel hochprozentiges getrunken, sehr oft Maotai (Getreideschnaps) meistens verbunden mit einem Toast
• Die Toasts wechseln sich zwischen den Gastgebern und den Gästen ab und enden meistens mit der Aufforderung „Gan bei“ („Ex“)
• Nach dem Essen wird Obst gereicht, das ist das Zeichen zum Aufbruch
• Chinesen beenden nach der Mahlzeit nicht lange sitzen, sondern man verabschiedet sich zügig und geht nach Hause 
 
Verhandlungen und Gespräche
• Mit ruhiger und sanfter Stimme sprechen
• Indirekte Ansprache von brisanten Themen
• Um den „heißen Brei“ herum reden
• Niemals „Nein“ sagen
• Nicht hektisch agieren, sondern Zeit lassen, auch in Verhandlungen
• Zuhilfenahme von Grafiken und Hand-outs
• Keine Berührungen während der Gespräche
• Bescheiden auftreten
• Small Talk – Wetter, Golf, Fußball, Urlaub, Familie
• Keine Berührungen während der Gespräche
• Nicht wild gestikulieren
• Sich im Applaus nach einer Rede baden
• Niemals Probleme mit der Familie oder im Beruf ansprechen
• Handys im Meeting ausschalten
• Keine Formulierungen von Fragen die nur mit „Ja“ und „Nein“ zu beantworten sind
• Die eigenen Schuhsohlen dürfen nie auf den Gesprächspartner zeigen – Vorsicht bei der Sitzposition
• Visitenkarten sofort und nicht in Herznähe wegstecken – ein großer Fehler
• Gastfreundschaft nicht besonders erwähnen
• Dresscode
• Kleidung gilt nicht als Erkennungszeichen für den Rang einer Person
• Krawatte und Anzug bzw. ein hochgeschlossenes Business-Kostüm sind notwendig
• Zurückhaltende Alltagskleidung ist angemessen, freizügige Kleidung sollte vermieden werden
• Bei einigen gesellschaftlichen Anlässen und in manchen Restaurants wird gepflegte Kleidung erwartet
 
Gastgeschenke
• Zu wertvolle Geschenke eines Fremden lehnen die Gastgeber ab
• Bei Einladungen nach Hause keine Blumen mitbringen
• Zu traditionellen Festen sind bestimmte Gastgeschenke vorgeschrieben
• Kinder freuen sich über kleine Geldgaben
• Geschenk verpackt an einen Ehrenplatz stellen, später öffnen, wenn der Schenkende nicht dabei ist
• Kitschige Gegenstände toppen funktionelle Gegenstände
• Geschenke aus Europa sind sehr beliebt, z. B.: Pralinen, Bonbons, Werbegeschenke der Firma, Alkohol
• Geschenke und Verpackungen in Rot, Pink und Gelb bedeuten Fröhlichkeit
• 2 Geschenke als Paar (z. B.: Salz- und Pfefferstreuer) bedeuten Glück
• Geschenke und Verpackungen in schwarz und blau vermeiden, bedeuten Trauer
• Messer und scharfe Dinge mit Klinge bedeuten Trennung
• Weiße Schnittblumen nur im Todesfall und bei Krankheit schenken
• Schuhe bedeuten eine Katastrophe, z. B.: das Verlassen einer Person
 
Täglicher Umgang
• Zum Nase schnäuzen, immer auf die Toilette
• Beim feucht-fröhlichen Umtrunk den Kellner bitten, Wasser einzuschenken 
• Trinkgeld ist offiziell verboten und wirkt oftmals beleidigend
• Auf Pünktlichkeit wird besonderer Wert gelegt
• Oberste Maxime ist es, das Gesicht zu wahren
• Höflichkeit geht vor Vertraulichkeit
• Gelassen bleiben, auch in problematischen Situationen
• Wenig private Dingen erzählen
• Bitte keine wütenden Gefühlsausbrüche
• Keine Kritik
• Heikle Themen ansprechen, z.B.: Tibet
• Bei einem Besuch in einer chinesischen Wohnung bitte Schuhe ausziehen
• Nie auf jemanden mit dem Finger zeigen, sondern die ganze Hand nehmen, mit der Innenseite nach oben
• Liebesbeweise in der Öffentlichkeit sind tabu
• „Oben ohne“ am Strand zu liegen ist ebenfalls nicht empfehlenswert
• Der Nicht-Chinese steht normalerweise außerhalb der chinesischen gesellschaftlichen Hierarchie

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